Krasse Kröte

Ab wann sollte man sich eine andere Werkstudentenstelle suchen? (Karla, 22)

Ab wann sollte man sich eine andere Werkstudentenstelle suchen? (Karla, 22)

Liebe Karla,

du hast diese Frage anonym gestellt und ich hoffe du bist nicht die studentische Aushilfe, die mir gerade gegenüber sitzt. Falls ja: Lass uns gleich mal in der Kaffeeküche treffen und reden. Generell immer ein gutes Vorgehen, bevor man eine Entscheidung zum Wechsel trifft. Schlucke deine Unzufriedenheit nicht herunter. Nicht immer können deine Vorgesetzten im alltäglichen Business erahnen, wo der Schuh bei dir drückt. Ein paar offene Worte können dazu führen, dass sie aus allen Wolken fallen und bestrebt sind, die Sache für dich angenehmer, passender, attraktiver zu gestalten.

Denn: Ohne die wertvolle Hilfe von Werkstudenten funktioniert in vielen Branchen kein Unternehmen. Wir brauchen eure flexible Hilfe, eure Intelligenz und eure frischen Impulse aus dem Studium.

Wenn das nicht gewürdigt wird, kann das ein Grund sein, dir eine andere Werkstudentenstelle zu suchen, sofern das problemlos möglich ist. Mit dem Arbeitgeber ist man ja glücklicherweise nicht verheiratet, bei einer Werkstudententätigkeit erst recht nicht.
Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst, dass du gerne und ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehst. Alles andere wäre neben dem Studium, das stressig genug ist, unnötige Energieverschwendung. Ein Job neben dem Studium hat vorrangig die Aufgabe, deine Studienfinanzierung zu erleichtern und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Ungute Gefühle sollte er dir aber nicht bereiten. Eine Werkstudentenstelle sollte außerdem noch mehr als ein x-beliebiger Nebenjob einen praktischen Nutzen für dich haben, erste Einblicke in eine für dich denkbare Branche bringen und dir erlauben, das Unternehmen und mögliche Berufsbilder zu beobachten, auch wenn du in deiner Rolle als Aushilfe viele einfache Aufgaben erledigst. Dein Job sollte außerdem angemessen bezahlt werden, was je nach Branche und Region natürlich Unterschiedliches heißen kann.

Dir sagt keiner „Guten Morgen?“. Fragen sind den Kollegen, die dich betreuen, einfach nur lästig? Eigene Ideen werden sofort abgeschmettert? Du wirst ausschließlich herumgeschubst und zum Kaffeekochen verdonnert? Dir läuft ein Job über den Weg, der dich fachlich viel weiter bringt oder der sich viel besser und angenehmer in deinen Zeitplan integrieren lässt? Bei einem Unternehmen, das dir sympathischer ist und wo der Nebenjob zu einer interessanten und inspirierenden Abwechslung neben deinen Vorlesungen wird? Dann nichts wie weg und nichts wie hin!

Nette Jobs gibt’s übrigens auch bei uns von der Deutschen Bildung.

Eine gute Entscheidung wünscht dir
Stefanie

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